VBE: Ablehnung des Masterplans ist Schlag ins Gesicht der Grundschulen

Schulausschuss im Landtag lehnt Masterplan für Grundschulen ab

Düsseldorf (pm) – Die Arbeit in den Grundschulen ist aus Sicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) aus der Balance geraten. Diese haben die Grundschulumfragen des VBE von Mai und November 2016 gezeigt.

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(c) Dieter Schütz_pixelio.de

„Vor diesem Hintergrund und den Ergebnissen der Anhörung im Landtag vom 7. Dezember 2016 ist es für die Lehrkräfte an den Grundschulen ein Schlag ins Gesicht, dass Rot-Grün den Masterplan Grundschule heute im Schulausschuss mit ihrer Mehrheit vom Tisch gewischt hat“, erklärte Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW.

Die Umfragen des VBE haben mehr als deutlich gemacht, dass die Schulen vor vielen ungelösten Problemen stehen. Es fehlen Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, sozialpädagogische Fachkräfte, und Lehrkräfte mit einer Qualifikation für Deutsch als Zweitsprache. Die Klassen sind zu groß. Laut Blitz-VBE-Umfrage von Mitte November werden in 60 Prozent der Klassen 24 Kinder und mehr unterrichtet, rund 13 Prozent der Klassen umfassen 28 und mehr Kinder.

In keiner Schulform fehlen mehr Schulleitungen. Um die Attraktivität des Amtes zu stärken, werden die Schulleitungen jetzt höher besoldet. Bedauerlich aber ist, dass die Stellvertretungen in ihrer bisherigen Besoldungsstufe verbleiben. Mit Blick auf die vielen unbesetzten Stellen für stell-vertretende Schulleitungen ein fatales Signal. Es gibt zu wenig Zeit für Aufgaben neben dem Unterricht, wie etwa Elternberatungen, um Konzepte für das digitale Lernen zu erarbeiten oder die Gestaltung des Ganztags. Zum Vergleich: Eine Grundschule mit 200 Schülern erhält dafür zwei Anrechnungsstunden für das gesamte Kollegium. Ein Gymnasium mit 200 Schülern in der Sekundarstufe II erhält hingegen 19 Anrechnungsstunden.

„Das System muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden“, verlangte der Vorsitzende des VBE, Udo Beckmann, anlässlich der Anhörung. „Gerade Kinder im Grundschulalter benötigen eine zeitaufwendige Betreuung und Begleitung für einen gelingenden Einstieg in unser Bildungssystem und die Lehrkräfte dafür ausreichende zeitliche Ressourcen.“

Der VBE fordert daher erneut:

  • Die Schaffung einer Vertretungsreserve für jede Grundschule.
  • Ein Schulleitungsteam aus Rektor und Konrektor für jede Grundschule, die beide deutlich besser besoldet werden als Lehrkräfte.
  • Eine Doppelbesetzung in allen inklusiven Klassen.
  • Mehr Ressourcen für qualitativ hochwertige Ganztagsangebote.
  • Drastische Absenkung der Klassengröße.
  • Die Anpassung der Unterrichtsverpflichtung an das Niveau der Schulen des längeren gemeinsamen Lernens, auch an Grundschulen.

Pressemeldung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Nordrhein-Westfalen vom 19.1.2017.

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