Baden-Württemberg: VBE unterstützt Leitlinie zur Ganztagsschule

Zumeldung VBE Baden-Württemberg zur Pressemeldung des Kultusministeriums vom 15.05.2017

Stuttgart (pm) - Der VBE Baden-Württemberg unterstützt die Leitlinie, die Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) auf dem Ganztagsgipfel am heutigen Montag vorgestellt hat. Der VBE erachtet es als sinnvoll, bei der Weiterentwicklung des Ganztags drei Wahlmöglichkeiten anzubieten. Der VBE-Landesvorsitzende, Gerhard Brand, sagte dazu am 15.05.2017 in Stuttgart: „Die rhythmisierte Ganztagsschule, die Schule mit flexiblem Betreuungsangebot sowie die halbtägige Schule sind gute Möglichkeiten um auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen zu können. Diese Flexibilität braucht Baden-Württemberg.“

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(c) Dieter Schütz_pixelio.de

Der VBE Baden-Württemberg begrüßt weiterhin, dass sich das Land in den schulischen Kernzeiten stärker in der Betreuung engagieren will. Die Betreuung in den Kernzeiten ist nach Meinung des VBE in der Diskussion um die Ganztagsschule etwas untergegangen. Die Einrichtung einer „Kooperationsstelle Ganztagsschule“ hält der VBE Baden-Württemberg ebenfalls für sinnvoll.

Mit Nachdruck fordert der VBE Baden-Württemberg, Zusatzbelastungen, die für Schulleitungen und Lehrkräfte entstehen, durch Anrechnungsstunden auszugleichen. Gerhard Brand stellte hierzu fest: „Die Unterstützung durch das Land sollte bei Schulleitungen und Lehrkräften beginnen, und damit, dass man die erhöhte Arbeitsleistung der Schulleitungen und Lehrkräfte durch zusätzliche Stunden abdeckt. Das ist unabdingbar, um Schulen zu unterstützen, die sich auf den Weg zur Ganztagsschule machen.“

Eine weitere Forderung des Verbandes für Bildung und Erziehung ist die verbindliche Beteiligung der Gesamtlehrerkonferenz an der Entscheidung der Beantragung einer Ganztagsschule durch den Schulträger. Da Lehrerinnen und Lehrer den Ganztag wesentlich mitgestalten, sind sie nach Ansicht des VBE Baden-Württemberg unbedingt an dieser Entscheidung zu beteiligen.

Der VBE Baden-Württemberg weist weiterhin darauf hin, nicht nur die Bedürfnisse der Eltern in den Mittelpunkt zu stellen. Wichtig ist es nach Meinung des VBE auch, die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte zu berücksichtigen. Gerhard Brand bekräftigte: „Für Lehrkräfte an Ganztagsschulen ist beispielsweise unerlässlich, dass sie einen eigenen Arbeitsplatz erhalten. Viele Lehrerinnen und Lehrer haben an Schulen keinen Platz, an dem sie arbeiten können. Dieser ist für gute Vor- und Nachbereitung jedoch unerlässlich, wenn eine Lehrkraft im Ganztagsbetrieb arbeitet.“

Pressemeldung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg vom 15.5.2017.

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