Bayerischer Elternverband rät zu Gelassenheit am Zeugnistag

München (pm)Am Freitag gibt es Zeugnisse, und dann beginnen die wunderbaren, langen Sommerferien. Diesen Tag zu feiern, haben sich alle Kinder und alle Familien nach einem anstrengenden Schuljahr redlich verdient. Deshalb rät der Bayerische Elternverband allen Eltern, das Zeugnis zunächst beiseite zu legen und als die hauptsächliche Leistung der Kinder zu würdigen, dass sie sich ein Jahr lang angestrengt haben. Der genaue Blick auf das Zeugnis und kritisches Hinterfragen schlechter Noten kann und soll warten.

Zeugnisse! Foto: Nils Fabisch_pixelio.de

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„Aus Angst vor schulischem und daraus resultierendem späterem beruflichem Misserfolg ihrer Kinder fokussieren Eltern die Noten oft zu stark“, sagt der BEV-Landesvorsitzende Martin Löwe, „und bedenken dabei nicht, dass Noten nur kurze Momente der Leistung eines Schülers im Vergleich zur übrigen Klasse abbilden.“ Individuelle Besonderheiten, wie zum Beispiel ein generell langsames Arbeitstempo, Prüfungsangst oder motorische Probleme beim Schreiben würden dabei nicht berücksichtigt.

Im Umgang mit Noten und Zeugnissen sei generell Gelassenheit gefordert. „Schlechte Noten pauschal zu tadeln, nimmt den Kindern die Freude an der Schule. Denken Sie lieber gemeinsam mit Ihrem Kind darüber nach, was im zurückliegenden Schuljahr gut gelungen ist und warum das so war. Im zweiten Schritt beraten Sie dann, was Ihr Kind benötigt, damit es in schwachen Fächern mehr Erfolg hat.“ rät Löwe. „Nehmen Sie seine Vorschläge ernst und versuchen Sie, sie gemeinsam mit der Lehrkraft umzusetzen!“

Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

Pressemitteilung des BEV Nr. 10/2015 vom 29. Juli 2015.

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