Buchige Geschenke für Kinder

Bücher gehören unter jeden Weihnachtsbaum, für Erwachsene und natürlich erst recht für Kinder. Deshalb hier ein paar sehr persönliche Tipps von Autoren und Freunden dieser Seite.

Eva Christian, Kinderbuchautorin, München:

Kaut_Pumuckl (144x220)“Gelesen habe ich als Kind schon sehr viel – jede Menge davon aus der Bücherei. Was aber seiner Zeit im eigenen Bücherregal stand, das waren unter anderem mehrere Bände von Pumuckl von Ellis Kaut (verschiedene Verlage: neu und antiquarisch). Die lustigen Geschichten um den frechen Kobold haben sogar meinen drei Jahre jüngeren und damals wie heute lesefaulen Bruder begeistert. Die machen einfach wahnsinnig viel Spaß und der kleine Kobold kann sich all das erlauben – und die Kinder in ihrer Fantasie mitnehmen -, was sonst eben nicht erlaubt ist.
Ab meiner Teenagerzeit war ich dann – und bin es noch heute – großer Karl May Fan. Ob mit Winnetou und Old Shatterhand über die Prärie, mit Kara ben Nemsi und Hadschi Halef Omar Durchs Wilde Kurdistan oder bei den Herren von Greifenklau und Aus dunkelm Tann – ich habe die Romane verschlungen – und es doch bis heute nicht geschafft, alle zu lesen. Dafür gibt es einige Bände, die ich mehr als ein dutzend Mal verschlungen habe. Karl May war einfach ein großartiger Erzähler, der es wusste, seine Leser zu fesseln. Viele seiner Bücher leben natürlich von den Abenteuern in fremden Ländern. Aber auch die Romane, die in Mays Heimat spielen, sind lesenswert – wenngleich auch eher für ein erwachsenes Publikum.”

 

Layout 1Birgit Ebbert, Autorin & Lernbegleiterin, Hagen:

“Mein liebstes Kinderbuch ist Harriet – Spionage aller Art von Louise Fitzhugh (Fischer Verlag). Ich habe es als Kind verschlungen und begonnen, wie Harriet Menschen genau zu beobachten und meine Beobachtungen aufzuschreiben. Ein echter Klassiker, den ich noch heute gerne verleihe und verschenke.”

 

Clemens Muth, Unternehmensberater und Verleger Schulwerkstatt-Verlag, Karlsruhe:

“Wenn ich für die Kleineren Lesetipps abgeben soll, dann sind das noch immer die Bücher von Otfried Preußler, die habe ich sehr gern gelesen. Ich meine auch, dass die heute noch die Kinder fesseln können. Das dürfte bei Astrid Lindgren nicht anders sein. Der Stoff und die Erzählweise sind bei beiden einfach exzellent (einfach und exzellent).
Mein Favorit als Kind war Die Sumpfkatze (von Jim Kjelgaard; S. Mohn/Bertelsmann u.a.). Das Buch ist heute nur noch im Antiquariat erhältlich. Man lernt einiges über Katzen und Menschen, und das Verhältnis der beiden sowie über das Moor. Es ist spannend geschrieben, v.a. für jemanden, der in dem Alter (ca. 10 Jahre) eine Katze hat.”

 

ayout 1Nina Mosen, Musikmanagerin, Berlin:

“Die Geschichten vom kleinen Bären! Ich finde Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär? (Martin Waddell und Barbara Firth, Bilderbuch ab 4 Jahre, dt. im Verlag Annette Betz/Ueberreuter) am niedlichsten, in der der kleine Bär nicht schlafen kann, weil es um ihn herum so dunkel ist. Und dann holt der große Bär immer mehr Laternen, damit es hell genug ist… Im Nachhinein betrachtet natürlich schon sehr erzieherisch, aber ich erinnere mich, dass ich die als Kind immer spitze fand.”

 

Lindgren. Bullerbü (137x190)Lisa Mosen, Studentin, Gießen:

Wir Kinder aus Bullerbü von Astrid Lindgren (Oetinger) war mein liebstes Buch als Kind: Lisa, Lasse, Bosse, Britta, Inga, Ole und die kleine Kerstin, das sind die Kinder aus Bullerbü, wo immer was los ist. Sie spielen, machen Spaß mit der Lehrerin, lesen dem Großvater aus der Zeitung vor, verkaufen Kirschen, laufen Schlittschuh und fallen in den See. Ein großartiges Kinderbuch! Wie eigentlich alles von Astrid Lindgren.
“Wenn manche finden, man ist groß, und andere finden, man ist klein, dann ist man vielleicht genau richtig alt”, sagt Lisa im Buch. Und als Kind ist es toll, sich “genau richtig” zu fühlen!”

 

Katja Mensendiek, Übersetzerin und Mutter, Genf:

Das sehr unfreundliche Krokodil von Faustin Charles (Bilderbuch von 0 bis 5 Jahre, arsEdition)! Mein Sohn ist zwar schon 7, aber das ist mmer noch der Hit. Es geht um ein Krokodil, das, erst als es Hilfe braucht, merkt, wie wichtig Freunde sind.”

 

Michi Köberle, Online-Redakteur, Nürnberg:

Das Mondschiff von Wilhelm Matthiessen (Heyne Verlag, nur antiquarisch) war als Kind mein Lieblingsbuch: Eine Gruppe Jungs beäugt ein geheimnisvolles Schiff, das in ihrer Nähe vor Anker liegt. Der Käptn heuert sie schließlich als Crew an und sie machen sich auf eine zunächst ebenso geheimnisvolle Fahrt. Das Buch ist so toll, weil es genau in die Abenteurwelt seiner jungen Leser eintaucht (zu einer Zeit, als es noch keine Handys gab) und die Jungs durch die Art des Kapitäns so manche Lebensweisheit lernen.”

 

Sempé,Goscinny.Der kleine Nick. (127x190)Ina Müller, Geologin und Technische Redakteurin, Reutlingen:
“Mein Buchtipp: Der kleine Nick ist wieder da! von Goscinny und Sempé, Diogenes Verlag, 2006. In den Geschichten finden sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen wieder. Mit einem Augenzwinkern wird über die Sorgen und Nöte von Kindern erzählt. Nunja – und welche konstruktiven und manchmal abwegigen Lösungen es dazu gibt. Und Erwachsene sind auch bloß Menschen.”

Christiane Zimmer, Sekretärin und Mutter, Mainz:

“Gewiss kennt jede Mutter den “kleinen Maulwurf”: Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat (Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch, Bilderbuch ab 2 Jahre, Peter Hammer Verlag). In dieser Geschichte geht es um die Frage der Gerechtigkeit. Das Vorlesen der Geschichte macht sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spaß. Ein toller Bilderbuch-Klassiker für die Jüngsten.”

 

Greg7_U1.inddRita Gimel, Schulsekretärin und Mutter, Ingelheim:

“Gerne gebe ich sogar zwei Empfehlungen: Alle Conni-Bücher, besonders Conni und der Liebesbrief von Julia Boehme (Carlsen). Es ist sehr humorvoll, aber auch spannend geschrieben, genau aus der Sicht eines Grundschulkindes.
Und für Teenager Gregs Tagebücher, besonders Gregs Tagebuch 7 – Dumm gelaufen! von Jeff Kinney (Bastei-Lübbe). Es ist ein Comic-Roman, sehr lustig geschrieben. Auch für Erwachsene geeignet!”

 

Sindy Holmbach, Museumspädagogin und Online-Redakteurin, Leipzig:

“Neben vielen anderen, vor allem Märchenbüchern, sind mir diese drei im Gedächtnis geblieben: Gunter Steinbach: Black Beauty (Loewe Verlag, nur antiquarisch), Emmy von Rhoden: Der Trotzkopf (Fischer Klassik PLUS)und Jurij Koch: Das schöne Mädchen (Domowina Verlag, nur antiquarisch). Sie sind alle noch bei mir und besonders Das schöne Mädchen fand ich als Kind total schön. Es hat Parallelen zu “Aschenputtel” und ist dennoch anders. Es geht zu Herzen und hat natürlich ein Happy-End. Auf jeden Fall sind alle drei Bücher lesenswert. Vor allem, wenn man manche heutige Kinderliteratur anschaut.”

Weitere Kinderbuchempfehlungen im Internet:

Bücherkinder
auf der Seite Kinderbuch-Empfehlungen
auf der Seite Kinderbuch-Couch nach Alter, nach Themen und nach Buchtypen sortiert
auf dem netten Kinderbuch-Blog
und bestimmt vielen weiteren….

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