Bundesjugendspiele: Warum dürfen nicht auch Sportskanonen einmal ihren großen Tag in der Schule haben?

Heikendorf (pm) - In der aktuellen Diskussion um die Online-Petition “Bundesjugendspiele abschaffen!” heißt es, die Bundesjugendspiele seien nicht mehr zeitgemäß: Der Zwang zur Teilnahme und der starke Wettkampfcharakter sorgten bei vielen Schülern für das Gefühl, vor der Peergroup gedemütigt zu werden. Daran habe auch die Einführung der “Teilnahmeurkunde” für diejenigen, die am schlechtesten abschneiden, nichts geändert.
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Die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) lehnt diesen Vorstoß einer Konstanzer Mutter entschieden ab.

“Folgt man der Logik der Petentin, müssten sich Schülerinnen und Schüler, die Schwächen in anderen Fächern haben, jeden Tag ,gedemütigt´ fühlen. Spaß am Sport ist auch die Freude am Wettbewerb und diese aus der Schule verdrängen zu wollen, geht in die falsche Richtung”, so die IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius.

Herausragende schulische Leistungen sollten auch im Bereich des Sports weiterhin entsprechend hervorgehoben und gewürdigt werden dürfen. Gerade im Zusammenhang mit zunehmenden so genannten “zivilisatorisch bedingten” Einschränkungen der Schülerinnen und Schüler, wäre eine Abschaffung der Bundesjugendspiele ein falsches Signal.

Aus Sicht der IVL sollten alle Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen junger Menschen in der Schule gefördert und gefordert werden. Rhenius: “Warum dürfen nicht auch Sportskanonen einmal ihren großen Tag in der Schule haben?”

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