Erfolgreich mit Software Defined Radio und dem Internet der Dinge: Jugend forscht Sieger erhalten Eduard-Rhein-Jugendpreise 2016

Festakt der Eduard-Rhein-Stiftung im Deutschen Museum in München

Hamburg/München (pm) – Zwei Preisträger von Jugend forscht werden morgen im Deutschen Museum in München mit den Jugendpreisen der Eduard-Rhein-Stif­tung ausgezeich­net. Lukas Lao Beyer (18) von der Deutschen Schule Barcelona, Spanien, er­hält den mit 1.500 Euro dotierten Eduard-Rhein-Jugendpreis für Rundfunk-, Fernseh- und Informationstechnik. Paul Brachmann (16) vom Humboldt-Gymnasium in Berlin wird der ebenfalls mit 1.500 Euro dotierte Konrad-Zuse-Ju­gendpreis für Informatik verliehen. Die von Eduard Rhein, dem Gründer und ehemaligen Chefredakteur der Programmzeitschrift “Hörzu” sowie Erfinder eines Aufzeichnungsverfahrens für Schallplatten, gegründete Stiftung vergibt ihre Ju­gendpreise seit 1996 im Rahmen des Bundeswettbewerbs Jugend forscht.

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Lukas Lao Beyer. (c) Jugend forscht e.V.

Lukas Lao Beyer wird für sein herausragendes Forschungsprojekt geehrt, das er bei Jugend forscht im Fachgebiet Technik präsentierte: Wer Daten übertragen, Radio hören oder funken will, kann dazu ein sogenanntes Software Defined Radio (SDR) nutzen. Die Signalverarbeitung dieser Hochfrequenzsender und -emp­fänger, geschieht mittels Software. Vorteile sind eine reduzierte Geräteinfrastruktur und eine gute Anpassung an wechselnde Übertragungsstandards. Der Jungforscher entwickelte ein kostengünstiges SDR auf einer Leiterplatte. Dabei galt es, eine gute Signalqualität sicherzustellen und die Software so zu konzipieren, dass große Datenmengen in Echtzeit übertragen werden können. Beim 51. Jugend forscht Finale im Mai 2016 in Paderborn wurde das Projekt mit dem Technik-Bundessieg sowie mit einem Aufenthalt an einem Joint Research Centre aus­ge­zeichnet. Lukas Lao Beyer bestand diesen Sommer sein Abitur an der Deutschen Schule Barcelona. Seit September studiert er Elektro- und Informationstechnik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA.

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Paul Brachmann. (c) Jugend forscht e.V.

Wie praktisch wäre es, alltäglich genutzte Geräte wie Heizungen, Kühlschränke oder Alarmanlagen über das Internet zu verbinden, um ihre Funktion aus der Ferne per Tablet oder Smartphone steuern zu können? Das “Internet der Dinge”, das immer stärker in unseren Alltag Einzug hält, macht dies möglich. Paul Brachmann hat eine Software entwickelt, mit der sich jeder vergleichsweise einfach sein eigenes Internet der Dinge schaffen kann. Mit “DEploy”, so der Name seines webbasierten Programms, legt der Nutzer fest, welche Geräte Teil des Netzwerkes sind und wie sie miteinander kommunizieren sollen. So wird es zum Beispiel möglich, sämtliche Steuerungen im Haushalt zu einem einzigen zentralen System zusammenzufassen. Beim diesjährigen Bundesfinale erhielt Paul Brachmann für sein Projekt zusätzlich auch den fünften Preis im Fachgebiet Mathematik/Infor­matik. Der Jungforscher besucht die 12. Klasse des Berliner Humboldt-Gymnasiums. Nach dem Abitur möchte er Informatik studieren.

“Die Auszeichnung mit den Eduard-Rhein-Jugendpreisen ist für die jungen Forscher eine besondere Anerkennung ihrer exzellenten Leistungen in der Informationstechnik und der Informatik. Ihre Arbeiten belegen, welch erfolgreiche Talentschmiede Jugend forscht in diesem Bereich ist”, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. “Die Preisverleihung in München bietet den Nachwuchstalenten eine hervorragende Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte zu knüpfen, die sie später für Studium und Beruf nutzen können.”

Pressemeldung der Stiftung Jugend forscht e.V. vom 7.10.2016.

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