G8-Gymnasien weiter stärken

GEW: Rückkehr zu G9 schadet Gymnasien, Realschulen und Beruflichen Gymnasien

Stuttgart (pm) – Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für eine Weiterentwicklung der G8-Gymnasien ein und hält die Erprobung des „Abiturs im eigenen Takt“ für sinnvoll.

„Grün-Rot hat bereits 2011 im Koalitionsvertrag festgehalten, die G8-Gymnasien stärken zu wollen. Grün-Schwarz steht jetzt vor der Aufgabe, diese Hausaufgaben für die Schülerinnen und Schüler an den knapp 400 Gymnasien in Baden-Württemberg endlich anzupacken. Die Investitionen für Vertiefungsstunden in Klasse 10 und Stunden für die Differenzierung sind ein erster Schritt“, sagte am Montag (10.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). In der GEW sind 6.000 Lehrer/innen an Gymnasien organisiert.

Die GEW erteilt der kompletten Rückkehr zu G9 eine klare Absage. „Ein vermeintlich leichteres Erreichen des Abiturs würde die Übergangsquote auf die Gymnasien und so die Leistungsbandbreite an dieser Schulart verstärken. Es würde außerdem die Realschulen, Gemeinschaftsschulen und beruflichen Gymnasien schwächen, weil es ihnen die starken Schülerinnen und Schüler wegnimmt. G8 und G9 gleichzeitig anzubieten, wäre eine bildungspolitische Sackgasse mit unüberschaubaren finanziellen Mehrbelastungen. Die Weiterentwicklung des G8 ist konsequent und die beste Unterstützung der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler. Erprobt werden sollten auch flexible Modelle für ein Abitur im eigenen Takt“, sagte Moritz.

Pressemeldung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg vom 10.10.2016.

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