In der Debatte zum G9 darf die Bayerische Realschule nicht vergessen werden

Schnaittach (pm) – Der Landeselternverband Bayerischer Realschulen begrüßt die Aussage des Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle, dass alle Schularten und deren Verbände in die Diskussion um das G9 einbezogen werden und fordert die Entscheidungsträger auf, mit Bedacht zu handeln.

Unserer Meinung nach muss bei der Wahl der weiterführenden Schule immer das Kind im Mittelpunkt stehen. Es sollte nach seinen Fähigkeiten und seinem Entwicklungsstand in der Schulart starten, die seinen individuellen Bedürfnissen gerecht wird. Schließlich führt der Weg bis zum Abitur schon lange nicht mehr nur über das Gymnasium.
Die Bayerische Realschule ist eine, nicht nur von der Wirtschaft hoch anerkannte und wertgeschätzte Schulart, die sich durch ihr Profil eindeutig von den anderen Schularten abgrenzt und dadurch auszeichnet. Daher müssen rechtzeitig, und zwar jetzt, die notwendigen Rahmenbedingungen und Lehrerkapazitäten geschaffen werden, um die Realschule auch in Zukunft weiter zu stärken.

Bereits heute fehlen an den Realschulen Lehrkräfte, die als mobile oder integrierte Lehrerreserve dringend benötigt werden. Um nur ein Beispiel zu nennen, ist dies die Vertretung von Kollegen in Elternzeit. Darüber hinaus müssen die Herausforderungen der Zukunft durch Digitalisierung und Wertevermittlung gemeistert werden, was zusätzliche Lehrkräfte notwendig macht.

Nur mit einer entsprechenden personellen Ausstattung in allen Schularten kann das differenzierte bayerische Bildungssystem seinen Qualitätsstandard erhalten und zukunftsorientiert weiterentwickeln.

Pressemeldung des Landeselternverband Bayerischer Realschulen LEV-RS e.V. vom 16.3.2017.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Hilfe

WordPress theme: Kippis 1.15