In Erfurt nichts Neues: die Idee von der „Unterrichtsgarantie“

Erfurt (pm) - In der aktuellen Diskussion zwischen der Landeselternvertretung (LEV) und dem Kultusministerium um Unterrichtsausfälle und Notenlücken signalisierte der tlv thüringer lehrerverband heute Unterstützung für die Eltern – erkannte aber auch an, dass die Landesregierung Bereitschaft zum Handeln signalisiert.

„Uns treiben die Sorgen um das Maß an Unterrichtsausfall schon sehr lange um“, erklärte der tlv-Landesvorsitzende Rolf Busch. „Und die jetzt bekanntgewordenen massiven Notenlücken in den Halbjahreszeugnissen geben uns leider überdeutlich recht.“ Den Begriff einer notwendigen Unterrichtsgarantie habe der tlv bereits 2012 geprägt – und sei dafür belächelt und als Schwarzmaler abgetan worden. „Dass der amtierende Kultusminister jetzt aber selbst von einer Unterrichtsgarantie spricht, werten wir als ein Signal der Veränderung“, so Busch.

Der tlv stehe diesbezüglich bereits im Austausch mit dem Ministerium und habe sich heute auch mit einem Schreiben direkt an Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff gewandt. „Wir erkennen an, dass die Landesregierung Bereitschaft zum Handeln signalisiert und sind gern dabei, wenn es darum geht, gemeinsam mit allen Beteiligten nach umsetzbaren Lösungen für das Problem zu suchen.“

Sich dafür direkt an einen Tisch zu setzen, sieht Rolf Busch als die geeignetste Strategie an. „Wir wünschen uns jedoch, dass die Landesregierung die Zustände realistischer benennt. Unter anderem können die in der Öffentlichkeit immer wieder betonten Einstellungszahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Grunde der Stellenabbau weitergeht, wenn auch in deutlich reduzierter Form. Wir gehen davon aus, dass die Gesamtlehrerzahl weiterhin schrumpft statt steigt.“

Pressemeldung des tlv thüringer lehrerverbandes vom 18.5.2017.

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