Jugend forscht – erfolgreich mit Seeringelwurm und Hüftgelenk

Acht Jungforscher aus Mecklenburg-Vorpommern qualifizieren sich für das 52. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Hamburg/Rostock (pm) – Für den 52. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich acht talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mecklenburg-Vorpommern qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Rostock ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der WEMAG AG und den Stadtwerken Rostock, präsentierten 48 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 25 Forschungsprojekte.

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Tuan Tung Nguyen, Landessieger Geo- und Raumwissenschaften 2016. (c) Stiftung Jugend forscht e.V.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Paula Lankowski (18), Bianca Kreitz (17) und Lea Kämpfert (17) vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock mit ihren Vorschlägen zur Optimierung von Testverfahren für künstliche Gelenke der unteren Extremitäten. Durch die Analyse der Aktivitätsprofile von Patienten ermittelten sie die konkreten Gelenkbelastungen. Die Ergebnisse sollen die Prüfung und Auswahl sicherer und langfristig nutzbarer Implantate unterstützen.

Den Einfluss von Mikroplastik auf im Wasser lebende Organismen untersuchten Helene Sophia Radloff (18), Johanna Clara Romahn (18) und Felix Jan Engelhardt (17) vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock. Mithilfe umfangreicher Versuche konnten sie nachweisen, dass der Seeringelwurm Hediste diversicolor bei Futtersuche und Fortbewegung kleinste Plastikpartikel in tiefere Sedimentschichten transportiert. Dieser Vorgang hat zur Folge, dass Lebewesen, die sich in höheren Schichten aufhalten, weniger Mikroplastik ausgesetzt sind. Die Jungforscher waren im Fachgebiet Biologie erfolgreich.

Im Fachgebiet Physik überzeugte Jule Kristin Philipp (18) vom Gymnasium Reutershagen in Rostock mit einem innovativen Konzept für die Stentimplantation. Stents sind spezielle Gefäßstützen, die bei der Behandlung verengter Herzkranzarterien eingesetzt werden, um die Gefäße nach deren Erweiterung zu stabilisieren. Mit der neuen Methode der Jungforscherin wird insbesondere die Blutströmung in den verengten Gefäßen optimiert, was Komplikationen verhindern soll.

Hannes Wolna (19) vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock analysierte die Krafteinwirkung auf künstliche Hüftgelenke. Mithilfe von Beschleunigungssensoren, die er am Körper von Testpersonen platzierte, erstellte er genaue Bewegungsmuster und konnte so den konkreten Verschleiß eines künstlichen Gelenks ermitteln. Der Nachwuchswissenschaftler siegte im Fachgebiet Technik.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 52. Bundesfinale vom 25. bis 28. Mai 2017 in Erlangen statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Siemens AG als Bundespatenunternehmen.

Presseinformation der Stiftung Jugend forscht e.V. vom 15.3.2017.

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