Kick-Off-Veranstaltung zur Niedersächsischen Bildungscloud – Kultusministerin Heiligenstadt ernennt 25 Schulen zu Projektschulen

Heiligenstadt: „Gemeinsam mit Schulen und Schulträgern schaffen wir ein großes virtuelles Klassenzimmer und bringen das Lernen mit digitalen Medien entscheidend voran“

Hannover (pm) – Im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung ernannte die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Freitag 25 Schulen aus allen Teilen des Landes offiziell zu Projektschulen der Niedersächsischen Bildungscloud. Die 15 allgemein bildenden und 10 berufsbildenden Schulen werden gemeinsam mit dem Projektträger, der Landesinitiative n-21: Schulen in Niedersachsen online e.V., und zwei Studienseminaren in den nächsten drei Jahren an der Entwicklung der Niedersächsischen Bildungscloud arbeiten. 17 weitere Schulen werden die Entwicklungsarbeiten als sogenannte Projektfollower eng begleiten.

2017-01-06_pf-2017-1936157_640„Ich freue mich, dass mit der heutigen Kick-Off-Veranstaltung zur Niedersächsischen Bildungscloud das Projekt seine volle Fahrt aufnimmt. Mit der Bildungscloud setzen wir Standards für eine moderne und zukunftsfähige Schul-IT. Ich freue mich insbesondere, dass ich heute 25 Schulen offiziell zu Projektschulen der Bildungscloud ernennen kann. Es ist richtig und wichtig, dass wir ein solch zentrales Projekt gemeinsam mit den Schulen entwickeln. Damit ist sichergestellt, dass die entstehende Lernplattform auch tatsächlich gut im Schulalltag eingesetzt werden kann”, erläuterte Kultusministerin Heiligenstadt. Heiligenstadt lobte das Engagement und die Innovationsfreude der Schulträger der beteiligten Projektschulen. Diese haben sich bereiterklärt, den Schulen eine entsprechende IT-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. „Gemeinsam mit den Schulen und Schulträgern schaffen wir ein großes virtuelles Klassenzimmer und bringen das Lernen mit digitalen Medien entscheidend voran”, so die Ministerin.

Für eine Teilnahme an der Niedersächsischen Bildungscloud war beim Projektträger n-21 eine Vielzahl an qualifizierten Interessensbekundungen eingegangen. Durch eine offene Projektstruktur wird es insgesamt 42 Schulen landesweit ermöglicht, die Entwicklungsarbeiten an der Bildungscloud eng zu begleiten. Neben den 25 Projektschulen im engeren Sinne sind dies 17 weitere Schulen, die als sogenannte Projektfollower ebenfalls von Beginn an am Projekt teilnehmen und mit abgestuften Rechten an der Entwicklung mitwirken. Hinzu kommen zwei Studienseminare in Hannover und Stade, so dass das Projekt und seine Ergebnisse unmittelbar in die zweite Phase der Lehrerausbildung einfließen können.

„Mediengestützte Lehr- und Lernarrangements, in denen Personen unabhängig von Zeit, Schul- und Wohnort gemeinsam in einer Gruppe lernen können, sind von großer Zukunftsbedeutung. Mit der Niedersächsischen Bildungscloud ermöglichen wir allen an Schule Tätigen den Zugriff auf eigene oder gemeinsame Dateien bzw. Projektordner aus der Schule heraus, von zu Hause aus oder auch mobil. Schülerinnen und Schüler können wichtige Kompetenzen für ein Leben und Arbeiten in einer digitalisierten Gesellschaft sowie Berufs- und Arbeitswelt erwerben. Schulen erhalten die Möglichkeit für eine schulübergreifende Vernetzung oder für ganz neue Formen der Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft, den Universitäten oder den Studienseminaren”, sagte Michael Sternberg, Geschäftsführer der Landesinitiative n-21: Schulen in Niedersachsen online e.V.

Die Projektschulen versprechen sich von der Teilnahme an der Niedersächsischen Bildungscloud eine Weiterentwicklung ihrer Digitalisierungsstrategien.

„Im Niedersächsischen Internatsgymnasium ist die pädagogische Digitalisierung im Alltag der Kolleginnen und Kollegen längst angekommen, wie Mailinglisten, Forennutzung, Dateienaustausch oder digitale Klausurplanung verdeutlichen. Wir arbeiten mit einem leistungsfähigen Netzwerk und unsere Unterrichtsräume sind mit digitalen Panels ausgestattet. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit anderen Schulen zusammen. Die Teilnahme an der Niedersächsischen Bildungscloud ist für uns der logische nächste Schritt”, betonte Anja Renken-Abken, Leiterin des Niedersächsischen Internatsgymnasiums (NIGE) in Esens. „Wir möchten unsere Erfahrungen einbringen und das Projekt mitgestalten. Wir erwarten uns von der Teilnahme die Möglichkeit, unterschiedliche Systeme verschiedener Schulen zu vereinen, um z. B. noch besser mit den Inselschulen kooperieren zu können.”

„Die ausbildende Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren viele Prozesse digitalisiert, dabei sind mit uns als Partner in der dualen Ausbildung viele individuelle Lösungen entstanden”, ergänzte Thomas Kohne, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück. „Durch Themen wie Industrie 4.0 oder Agrar 4.0 wird die Geschwindigkeit der digitalen Entwicklung weiter zunehmen. Die duale Ausbildung in Partnerschaft von Berufsschule und Betrieb wird hierbei ein wesentlicher Innovationsmotor sein. Derartige Innovationen können und wollen wir über die Bildungscloud mit anderen Schulen teilen. Als Projektpartner freuen wir uns darauf, auf mögliche Entwicklungen Einfluss nehmen zu können und für Auszubildende, Betriebe und Lehrkräfte mit der Bildungscloud einen pädagogischen Mehrwert zu schaffen.”

Die Niedersächsische Bildungscloud

Mit der Niedersächsischen Bildungscloud entsteht ein großes virtuelles Klassenzimmer. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer können in der Cloud mittels mobiler Endgeräte miteinander kommunizieren, Unterrichtsmaterialien austauschen oder gemeinsam an Projekten arbeiten – und dies auch schulübergreifend, schulformübergreifend sowie gemeinsam mit externen Partnern wie Betrieben oder Universitäten. Die Niedersächsische Bildungscloud wird als kollaborative Lernplattform alle Anforderungen des Datenschutzes, des Urheberrechts und des Schutzes der Persönlichkeitsrechte erfüllen. Damit setzt die Niedersächsische Landesregierung Standards für eine moderne und zukunftsfähige Schul-IT.

Das Projekt wird in der Pilotphase, die von 2017 bis 2019 gemeinsam mit den Projektschulen und Projektfollowern durchgeführt wird, wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Im Falle einer positiven Evaluation wird die Bildungscloud landesweit eingeführt und steht dann allen niedersächsischen Schulen und Schulträgern als freiwilliges Angebot zur Verfügung. Die Landesregierung fördert das Projekt in der Pilotphase mit mehr als 400.000 Euro.

Das Projekt Niedersächsische Bildungscloud reiht sich ein in die umfassende Digitalisierungsstrategie der Landesregierung, wie sie in den Leitlinien „digital.niedersachsen – den digitalen Wandel für unser Land gestalten” formuliert ist. Das Label „schule digital.niedersachsen” vereint die Projekte und Initiativen des Niedersächsischen Kultusministeriums für eine moderne Bildung in der digitalen Welt.

Weitere Informationen zur Niedersächsischen Bildungscloud sind im Internet verfügbar unter: www.niedersachsen.cloud.

Pressemeldung des Kultusministeriums Niedersachsen vom 24.2.2017.

Merken

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Hilfe

WordPress theme: Kippis 1.15