„Mein Papa liest vor!“ appelliert an die Vorbildfunktion lesender Väter

Gastbeitrag der Stiftung Lesen

Mainz (pm) –  Bereits in frühester Kindheit wird das Fundament für spätere Bildungschancen gelegt, denn schon kleine Kinder bringen die besten Voraussetzungen mit, um später begeisterte Leser zu werden: Neugierde, Abenteuerlust und Wissbegierde. Eltern können diese Eigenschaften fördern, indem sie das Vorlesen und Erzählen in den Familienalltag integrieren und damit die Lust aufs Lesen wecken. Unterstützt werden sie dabei zum Beispiel vom Projekt „Mein Papa liest vor“, mit dem die Stiftung Lesen vor allem Väter zum Vorlesen motivieren möchte.

(c) Stiftung Lesen

(Vor-)Lesende Väter sind coole Vorbilder für Jungen. (c) Stiftung Lesen

Laut der Vorlesestudie 2013 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung wird in 30 Prozent der Familien mit Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren selten oder gar nicht vorgelesen. Insbesondere in bildungsfernen Haushalten spielt das Vorlesen eine geringe Rolle. Diese Erkenntnisse gelten insbesondere für die Väter: 47 Prozent der Väter in Deutschland lesen ihren Kindern selten oder nie vor. Die meisten von ihnen geben an, keine Zeit zum Vorlesen zu haben. Dabei ist ein männliches (Vor-)Lesevorbild vor allem für Jungen so wichtig: Traditionell ist das Vorlesen bzw. die Beschäftigung mit Büchern eher weiblich geprägt, daher empfinden Jungen lesen häufig als „uncool“: In der Folge lesen Jungen später weniger und auch weniger gern als Mädchen und sind daher gefährdet, die Grundkompetenz Lesen nur rudimentär zu erwerben. Lesende Väter können dem entgegenwirken und als männliche Rollenvorbilder Jungen zum Lesen motivieren.

(c) Stiftung Lesen/Oliver Rüther

(c) Stiftung Lesen/Oliver Rüther

Hier setzt das Projekt „Mein Papa liest vor“ an und stellt berufstätigen Vätern – und natürlich auch Müttern – einfach und schnell Vorlesestoff für Kinder ab dem Säuglingsalter bis zu zwölf Jahren zur Verfügung. Arbeitgeber können sich im Projekt anmelden und erhalten wöchentlich eine kostenlose Vorlesegeschichte mit Illustrationen und einmalig ein ausführliches Vorlesedossier mit Hintergründen und Tipps zum Thema Vorlesen. Die Geschichten stellt der Arbeitgeber im Intranet zur Verfügung, sodass sich die Mitarbeiter den Lesestoff herunterladen, am Arbeitsplatz ausdrucken oder auf einem mobilen Lesegerät speichern und ihren Kindern zuhause oder am Wochenende vorlesen können. Über diesen Vorlese-Service am Arbeitsplatz werden Arbeitnehmer regelmäßig zum Vorlesen angeregt und erhalten einen einfachen Zugang zu spannenden Geschichten für ihre Kinder. Darüber hinaus nutzt „Mein Papa liest vor!“ neue Medienangebote für die Leseförderung, die Kinder und Eltern gleichermaßen für das Lesen begeistern und einen niedrigschwelligen Zugang zum Lesen ermöglichen. Rund 1.400 Unternehmen in ganz Deutschland beteiligen sich mittlerweile an „Mein Papa liest vor!“ und setzen so positive Impulse für eine familienfreundliche Arbeitskultur.

Mehr Informationen zu „Mein Papa liest vor!“ gibt es unter www.stiftunglesen.de.

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