Osterbräuche mit Kindern – Schaffen Sie Familien-Traditionen

(bk) - Im christlichen Kalender sind diese Tage die höchsten Feiertage im Jahr: Ostern. Noch mehr als Jesu Geburt an Weihnachten ist seine Auferstehung das Symbol für Vergebung und das ewige Leben. Egal ob katholisch, evangelisch oder orthodox – alle Christen feiern Ostern, wenn auch mit anderen Traditionen und nicht zum gleichen Zeitpunkt.

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(c) Dieter Kaiser_pixelio.de

Unsere Kinder wachsen meistens von klein an mit dieser Tradition auf. Selbst Eltern, die vielleicht die religiösen Hintergründe nicht mehr interessieren, feiern in der Regel gerne den Osterhasen und zelebrieren die Eiersuche. Aber auch wenn Eltern alle Osterbräuche ablehnen, haben sie spätestens dann keine Chance mehr, wenn der Nachwuchs in die Kita kommt.

In der Kita ist Ostern nach Weihnachten der zweite Höhepunkt des Jahres. Die meisten Kitas legen viel Wert darauf, den Kindern solche Traditionen nahezubringen, selbst wenn sie eigentlich nicht christlich ausgerichtet sind. Das Jahr erhält eine Struktur, die Kinder lernen ihre Welt zu verstehen, das Angebot an Geschichten und Beschäftigungsmöglichkeiten ist riesig.

Auch in der Schule ist Ostern noch eine Weile ein Thema, auf jeden Fall in der Grundschule. Sei es ein Diktat mit Wörtern rund um Ostern, das Zusammenzählen von Ostereiern, das Nacherzählen von Geschichten rund um süße Osterhasen oder später die Biologie rund um Hase oder Ei: Ostern wird in der Schule zum “Thema”, mit dessen Hilfe in verschiedenen Fächern unterschiedliche Fähigkeiten geübt werden können.

Als Familien geht es uns an Ostern wohl weniger um das Lernen, sondern mehr darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Und dafür bietet uns Ostern viele Möglichkeiten:

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(c) delater_pixelio.de

Ο – Schon vorher können Eltern und Kinder gemeinsam Oster-Deko basteln. Lassen Sie sich als Eltern doch mal von Ihrem Kind inspirieren oder probieren Sie gemeinsam etwas ganz Neues aus. Es müssen nicht immer nur Hase und Ei sein, obwohl die vermutlich am beliebtesten sind.

Ο – Wenn Sie Ihrem Kind die christlichen Grundlagen des Osterfestes vermitteln wollen, erzählen Sie Ihrem Kind von Jesus und der Auferstehung oder suchen Sie eine passende Geschichte aus. Die kann Gute-Nacht-Geschichte ebenso wie Begleitung zum Basteln oder bei einem Spaziergang sein.

Ο – Für etwas ältere Kinder kann sich auch die Gelegenheit zu einer Diskussion ergeben. Wie wichtig ist die “Geschichte von Jesus” heute noch für uns? Warum? Oder welcher Teil ist noch wichtig?

Ο – Daraus ergibt sich schon fast die drängende Frage: Was hat das Osterei mit Jesus zu tun? Wie wäre es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Nachforschungen anstellen? Dank Internet und Google finden Sie gemeinsam bestimmt eine Menge unterschiedlicher Antworten.

Ο – Osterhasen und Ostereier stehen im Allgemeinen heute mehr im Mittelpunkt als die christliche Lehre. Nutzen Sie das ruhig und werden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind kreativ: das Färben der Ostereier ist in jedem Alter attraktiv, besonders, wenn man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Und warum nicht? Wenn Ihr Teenie sein Osterei mit einem Totenkopf verzieren will – so what? Vielleicht ergibt sich ein Gespräch, warum dies für ihn ein wichtiges Symbol ist.

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Ο – Schauen Sie auch mal nach Aktionen in Ihrer Stadt. In so manchem Museum können Kinder rund um Ostern Küken beim Schlüpfen zuschauen. Oder vielleicht gibt es in Ihrer Nähe die Möglichkeit, kleine Lämmchen bei Ihren Müttern zu beobachten – statt auf dem Teller, was Kinder in der Regel sehr empört.

Ο – Sowieso sollten Sie mit Kindern einen Oster-Ausflug einplanen. Die Lämmchen wären ein guter Grund, der auch angehende Couch-Potatos nach draußen locken kann. Wie wäre es mit ein wenig Natur und einem Bestimmungsbuch, in dem Sie gemeinsam nachschlagen, wie der bunte Vogel oder der blühende Strauch heißen?

Bei zwei Osterfeiertagen muss man “Familienzeit” bestimmt nicht extra vorschlagen. Nutzen Sie die Zeit gemeinsam, egal ob zum Basteln oder Spielen. Schaffen Sie eigene Familientraditionen, sie fördern den Zusammenhalt in der Familie – und noch als Erwachsene werden Ihre Kinder später einige dieser Traditionen einfordern.

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