Safer Internet: Wie sicher ist das Internet?

Weltweite Aktionen: Der Safer Internet Day in Zeiten von Fake News, Hass im Netz und (Cyber)Mobbing

Ludwigshafen (pm) – Gezielt gestreute Falschmeldungen, Hasskommentare, Beleidigungen und Bedrohungen: Selten war das Thema Internetsicherheit so präsent wie aktuell. Mehr als 100 Länder beteiligen sich am diesjährigen Safer Internet Day. Auch in Deutschland stößt der internationale Aktionstag 2017 auf besonders hohes Interesse, so die EU-Initiative klicksafe. Sie koordiniert hierzulande die Aktivitäten und Veranstaltungen von Institutionen, Schulen, Medien und Unternehmen rund um den Safer Internet Day. Besonders in den Blick nimmt klicksafe in diesem Jahr auch das Thema Mobbing.

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(c) pixabay

Kaum noch Mobbing ohne Internet: klicksafe startet STOP MOBBING-WOCHE

Insbesondere im Teenageralter von 13 bis 19 Jahren ist Mobbing weit verbreitet. Es findet heute nicht mehr nur im direkten Kontakt in der Schule oder auf dem Sportplatz statt, sondern parallel fast immer auch im Internet, vor allem in den sozialen Medien und über das Handy. Rund jeder dritte Jugendliche (34% der Zwölf- bis 19-Jährigen, JIM-Studie 2016) wurde schon Zeuge, wie jemand in seinem Bekanntenkreis auf diesem Weg systematisch „fertig“ gemacht wurde. Doch nur die wenigsten schreiten ein.

„Mobbingattacken im Netz nehmen meist erst dadurch Fahrt auf, dass keiner einschreitet, obwohl viele es mitbekommen“, sagt Renate Pepper, als Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Rheinland-Pfalz mitverantwortlich für klicksafe. „Doch die so genannten „Bystander“ sind nur vermeintlich unbeteiligt. Wir müssen sie ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Zusammenhalten und das Internet gemeinsam besser machen: Unter diesem positiven Leitsatz steht der diesjährige Safer Internet Day. Hier sind wir alle angesprochen.“

Auch Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) sieht hier dringenden Handlungsbedarf: „Die aktuelle Zeit zeigt, wie wichtig es ist, ein funktionierendes, demo-kratisches Mediensystem zu haben. Vier Aspekte sind hierbei essentiell: der Schutz der Menschenwürde, der Schutz der Jugend, der Schutz der Vielfalt und der Schutz der Nutzer. Hasskommentare und Cyber-Mobbing sind Angriffe auf die Menschenwürde. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die, die audiovisuelle Inhalte aussenden, Regeln einhalten, egal über welches Medium sie verbreitet werden.“

Um auf verschiedenen Ebenen auch über den Tag hinaus positive Zeichen gegen (Cyber)Mobbing zu setzen, ruft klicksafe Schulklassen, Organisationen, Unternehmen, Prominente und weitere Medien zum Mitmachen auf: Dabei stößt die erstmals stattfindende STOP MOBBING-WOCHE (7. bis 14. Februar, mehr Infos unter (www.klicksafe.de/stopmobbingwoche) vom Start weg auf große Resonanz. Mutig und bemerkenswert offen bekennen sich darüber hinaus bekannte YouTuber in der neuen klicksafe-Videoreihe „Ich war´s“ (Produktion: Streamwerke; Link). Ihre Botschaft lautet: „Hinsehen, hinhören, Mund aufmachen“.

Neues klicksafe-Handbuch „Was tun bei (Cyber)Mobbing?“

Pünktlich zum Safer Internet Day veröffentlicht klicksafe außerdem das umfassende und praxisbezogene Handbuch „Was tun bei (Cyber)Mobbing?“. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Frage, wie Mobbing-Fälle insbesondere an Schulen effektiv bekämpft und prosoziales Verhalten gefördert werden kann. (Cyber)Mobbing ist immer auch ein gruppendynamischer Prozess. Mit dem Handbuch stellt klicksafe einen neuen Ansatz vor, der die Aspekte Gewaltprävention, Mobbing-Intervention und Medienpädagogik miteinander verbindet. Entwickelt wurde das Handbuch vom klicksafe-Team in Zusammenarbeit mit dem Mehr-Ebenen-Programm Konflikt-KULTUR (www.konflikt-kultur.de).

klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im CEF Telecom Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Koordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im CEF Telecom Programm der Europäischen Union, Safer Internet DE (www.saferinternet.de). Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie die Nummer gegen Kummer (Helpline) an.

Pressemeldung von klicksafe.de vom 7.2.2017.

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