Schutzkonzepte machen aus Schule Schutzraum!

Start der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“

Berlin (pm) – Am 19. September 2016 startet die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Das erste Bundesland, welches sich an der Initiative beteiligt, ist Nordrhein-Westfalen. Weitere folgen.

An der Pressekonferenz heute, am 13. September 2016, nahm auch Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender teil. Er ist im Beirat des UBSKM und Mitglied einer Konzeptgruppe des UBSKM. Er machte deutlich: „Schule ist ein Schutzraum. Kinder müssen sich sicher sein können, dass sie hier gut aufgehoben sind. Insbesondere müssen sie die Möglichkeit haben, sich Lehrkräften und anderem pädagogischen Personal anvertrauen zu können, wenn sie in der Schule selbst, im Familienkreis oder woanders sexuelle Gewalt erlebt haben. Der VBE erwartet zugleich, dass die Schulministerien die Schulen nicht nur auffordern Konzepte zu entwickeln, sondern ihnen auch die nötigen Zeitressourcen dafür zur Verfügung stellen.“

Lehrkräfte brauchen klare Strukturen und Regelungen, wie sie in solchen Fällen handeln können. Hier setzt die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ an. Sie verfolgt das Ziel, dass die mehr als 30.000 Schulen in Deutschland Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt entwickeln. Mit Schutzkonzepten manifestiert eine Schule, dass es an dieser keinen Raum für Missbrauch gibt und dass (und wie) Schüler Hilfe erhalten. „Ein Schutzkonzept ist ein sinnvoller Bestandteil der Schulkultur. Offenheit und Transparenz sollen helfen, das Tabu zu durchbrechen. Nur so kann Betroffenen die Sicherheit vermittelt werden, dass ihnen schnell und unbürokratisch geholfen wird“, so Beckmann.

Weitere Informationen: www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de.

Pressemeldung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) vom 13.9.2016.

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