Serie: Lern-Wissen der Woche – Didaktik

Die Didaktik ist die Theorie des Unterrichts, das heißt sie beschäftigt sich mit Fragen rund um das Lehren und das Lernen, welches durch die Lehre angeregt wird. Teilweise unterscheidet man die Didaktik von der Methodik. Didaktik ist die streng theoretische Wissenschaft, Methodik benennt die praktischen Lehr- und Lernverfahren (Methoden).

2016-03-26_learning-928638_640Viele Pädagogen sehen Methodik jedoch als Teilbereich der Didaktik an. Didaktik gliedert sich in die Allgemeine Didaktik, welche eine allgemeine Theorie des Lehrens und Lernens umfasst, und die Fachdidaktiken.

Diese untersuchen Lehren und Lernen in einzelnen Unterrichtsfächern, etwa Englisch, Deutsch oder Sport. Traditionell beschäftigt sich die Didaktik vor allem mit der Lehre in der Schule. Außerschulische Lehre, zum Beispiel in der Erwachsenenbildung, der Jugendarbeit oder der Berufsausbildung, erfährt eigene Theoriebildung, die jedoch bisher nur wenig mit der Didaktik der schulischen Lehre in Kontakt getreten ist.

Da Lehren und Lernen immer von individuellen Lehr- und Lernpersonen getragen wird, ist die Didaktik auf Erkenntnisse der Psychologie, speziell der Sozialisationsforschung und der Persönlichkeitspsychologie angewiesen. Auch die Pädagogik liefert der Didaktik nützliche Erkenntnisse, etwa wenn Lehren und Lernen vor dem Hintergrund verschiedener pädagogischer Institutionen oder Schulformen betrachtet werden.

Die theoretische und praktische schulbezogene Didaktik hat zwei Hauptthemen: Richtlinien in Form von Lehr- oder Bildungsplänen und tatsächlich abgelaufene Lehr- und Lernprozesse. In beiden Themenbereichen beschäftigen sich Didaktiker vor allem mit fünf Forschungskomplexen: die Lernziele, die Auswahl der Inhalte, die Organisationsformen und Methoden, die verwendeten Medien sowie die Überprüfung der Lernergebnisse.

Quelle: Anne Scheller. Kleines Lexikon für Unterricht & Lernen. Karlsruhe: Schulwerkstatt Verlag, 2012.

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