Serie: Lern-Wissen der Woche – Emotionale Intelligenz

Mit emotionaler Intelligenz meinen Fachleute die Fähigkeit, sinnvoll mit Gefühlen umzugehen. Dazu gehört zunächst einmal, dass man Wut, Scham, Freude u. a. bei sich und anderen wahrnimmt und anerkennt; für Letzteres braucht man Empathie. Beim Lernen ist das zum Beispiel nützlich, wenn man sich unruhig und abgelenkt fühlt. Wer emotional intelligent ist, wird gegebenenfalls schnell merken, dass zum Beispiel Traurigkeit über einen Streit oder die Angst vor der Prüfung die Konzentration erschweren, und kann entsprechend reagieren.

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Keine Lust zum Lernen? Emotionale Intelligenz hilft, die Ursachen herauszufinden und zu überwinden. (c) pixabay.com

Des Weiteren können Menschen, die emotional intelligent sind, angemessen auf ihre Gefühle und die anderer reagieren. Dazu gehört zum Beispiel, die Angst auszuhalten und anzunehmen, anstatt sich hineinzusteigern und sie so zu vergrößern.

Zuletzt nutzen emotional Intelligente die eigenen Gefühle sinnvoll. Ärger über ein schlechtes Prüfungsergebnis kann zum Beispiel dazu führen, dass mehr oder sinnvoller gelernt wird. Freude über ein Lob kann man dazu nutzen, die Motivation zum Lernen aufrecht zu erhalten beziehungsweise immer wieder neu herzustellen.

Da Emotionen eine große Rolle beim Lernen spielen, haben emotional intelligente Menschen beim Lernen einen Vorteil. Sie können zum Beispiel bei sich selbst angenehme Gefühle hervorrufen, indem sie sich etwa für kleine Erfolge belohnen (Lob und Belohnung).

Quelle: Anne Scheller. Kleines Lexikon für Unterricht & Lernen. Karlsruhe: Schulwerkstatt Verlag, 2012.

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