Serie: Lern-Wissen der Woche – Leistungsbewertung

Leistungen sind im Kontext der Schule Lernaktivitäten und -ergebnisse, die schulische Lernziele verfolgen. Die Voraussetzungen für schulische Leistungen sind zum einen individuell bedingt: Sie hängen etwa von der Intelligenz, der Motivation, dem Fleiß und dem Vorwissen ab.

Zeugnisse! Foto: Nils Fabisch_pixelio.de

Zeugnisse stellen eine Form der Leistungsbewertung dar. (c) Nils Fabisch_pixelio.de

Zum Anderen sind Schulleistungen von der Institution Schule beeinflusst, vor allem von der Qualität und Menge des Unterrichts. Die soziale Herkunft des Einzelnen und der Lerngruppe spielen ebenfalls eine Rolle.

Es ist eine Aufgabe von Lehrern, die Leistungen eines Schülers zu beobachten, zu fördern und zu bewerten. Ein Ziel der Leistungsbewertung ist es, den Bildungserfolg vergleichbar zu machen. So wird zum Beispiel die Einteilung in die verschiedenen weiterführenden Schulformen begründet. Leistungsbewertung kann außerdem dem Lerner Auskunft über seine Erfolge geben und ihn dadurch motivieren. Auch eine spezielle Förderung kann aufgrund der Leistungsbewertung begründet werden.

Leistungsbewertung kann zu – negativ oder positiv bewertetem – Leistungsdruck führen.

Leistungsbewertung erfolgt in den Grundschuljahren meist in Texten beschreibend, später dann mithilfe von Noten in Ziffernform. Üblicherweise basiert die Leistungsbewertung in der Schule auf sozialorienierten Standards, d. h. bezogen auf die Leistungen in der Klasse. Feste inhaltliche Standards, wie sie die Bildungspläne vorgeben, sind in der Praxis als Grundlage der Bewertung seltener. Möglich wäre auch ein sogenannter ipsativer Maßstab, also eine Beurteilung aufgrund früherer Leistungen der bewerteten Person selbst. Dies ist in deutschen Schulen wenig verbreitet.

Leistungsbewertung erfolgt in der Regel auf Grundlage von schriftlichen und mündlichen Prüfungen (Lernzielkontrollen) sowie der Einschätzung durch den Lehrer. Dies hat den Nachteil, dass die Bewertung subjektiv und nicht immer aufgrund vergleichbarer Aufgaben erfolgt.

Zentrale Prüfungen (etwa das Zentralabitur) sollen Objektivität und andere Kriterien der wissenschaftlichen Testtheorie stärker erfüllen.

Quelle: Anne Scheller. Kleines Lexikon für Unterricht & Lernen. Karlsruhe: Schulwerkstatt-Verlag, 2012.

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