Serie: Lern-Wissen der Woche – Wiederholen

Die Wiederholung ist eine wesentliche Funktion des Kurzzeitgedächtnisses. Aufgenommene Inhalte werden dadurch ins Langzeitgedächtnis übertragen. Wiederholung allein ist jedoch nicht ausreichend für die Übertragung ins Langzeitgedächtnis, auch sogenanntes elaboriertes Memorieren – eine möglichst tiefgehende Analyse auf vielen Ebenen – ist nötig, um das Wissen langfristig zu speichern. Für das Lernen bedeutet das, dass Wiederholung des Stoffes eine der wichtigsten Bedingungen dafür ist, dass das Unterrichtsprinzip Erfolgssicherung befolgt wird.

So kann eine Lernkartei aussehen, hier aus dem Schulwerkstatt-Verlag.

Auch mit einer Lernbox lässt sich gut lernen, das regelmäßige Wiederholen ist hier schon “eingebaut”. (c) Schulwerkstatt-Verlag

Wiederholen ist in der Schule genau wie beim selbstständigen Lernen zu Hause möglich durch einfaches Noch-einmal-lesen, -hören oder -hersagen. Sinvoller aber – weil gleichzeitig elaboriertes Memorieren erfolgt – ist die Beschäftigung mit dem Lernstoff auf verschiedenen Ebenen: aus dem Blickwinkel verschiedener Fächer (fächerübergreifendes Lernen), in verschiedenen Medien (Lernkarteien, -poster, -filme, Mindmaps), an verschiedenen Orten u. Ä. Das wird gemeinhin auch Üben genannt.

Der Lehrer kann eine Wiederholung bieten, indem er im Unterricht das Gesagte in kurzen Abständen und am Ende der Unterrichtseinheit zusammenfasst. Weitere Wiederholungen im Unterricht sind hilfreich, zunächst häufig (am nächsten und übernächsten Tag), dann seltener (nach einer Woche, nach einem Monat). Dies sollten Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung berücksichtigen.

Quelle: Anne Scheller. Kleines Lexikon für Unterricht & Lernen. Karlsruhe: Schulwerkstatt-Verlag, 2012. 

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