Welche Anforderungen werden mit der Digitalisierung an das Bildungssystem gestellt?

Digitalisierung / Individualisierung

Oranienburg (pm) – Auf der Fachtagung mit seinen Ausschüssen „Hauptschulen“ und „Berufsbildende Schulen“ vom 20.-22. Januar 2017 bekennt sich der Bundeselternrat offen zur Weiterentwicklung der Schule in der digitalen Welt. Der Bundeselternrat begrüßt hierzu ausdrücklich die Maßnahmen, die in dem Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz vom 08.12.2016  erarbeitet wurden.

(c) pixabay

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Auf der Fachtagung des Bundeselternrats wurden besonders die Pädagogik, die Medienkompetenz und der Datenschutz als notwendige Grundlagen für die Weiterentwicklung der Schule in der digitalen Welt herausgearbeitet. Der Pressesprecher des Bundeselternrats, Wolfgang Pabel erklärt hierzu:

  • Schulen und Bildungseinrichtungen müssen bei ihrer Weiterentwicklung immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das gilt auch und besonders für die Digitalisierung unserer Lebenswelt. Die Schule sollte sich somit weniger an den technischen Möglichkeiten orientieren. Sie muss sich immer nach den pädagogischen Notwendigkeiten richten. Medientechnik im Unterricht muss immer aus der pädagogischen Perspektive begründet sein.

 

  • Medien und Medientechnik sind Hilfsmittel, die den Unterricht und das Lernen sinnvoll unterstützen können. Grundvoraussetzung für die Verwendung digitaler Medien und der Medientechnik ist die Medienkompetenz. Der Schule und den Hochschulen kommt bei der Entwicklung der Medienkompetenz eine tragende Rolle zu. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung der Lehrkräfte. Sie entscheiden über die sinnvolle Verwendung digitaler Medien und Medientechnik im schulischen Unterricht.

 

  • Mit der Digitalisierung werden neue Möglichkeiten der Datenauswertung und deren Nutzung für die Unterrichtsentwicklung in der Schule Einzug halten. Umso wichtiger ist es, dass die Daten unserer Kinder einem besonderen Schutz unterliegen. Schülerinnen und Schüler sind juristisch minderjährige Schutzbefohlene, deren Daten besonders geschützt werden müssen. Der Datenschutz steht vor der Einführung neuer technischer Instrumente.

Eine wesentliche Herausforderung an das heutige Bildungssystem ist die zunehmende Heterogenität der Lerngruppen. Damit wird das individuelle Lernen zu einer wichtigen pädagogischen Notwendigkeit. Digitale Medien und Medientechnik bieten hier neue Möglichkeiten, Lernprozesse in unseren Schulen zu individualisieren. Spätestens in der beruflichen Bildung müssen alle Schulen technologisch auf dem neuesten Stand sein, um zukunftsorientiert ausbilden zu können. Damit für unsere Schulen hierzu ausreichend ausgestattet werden, reicht eine Debatte über temporäre Fördermittel wie dem DigitalPakt#D nicht aus. Die angekündigte „Bildungsrepublik Deutschland“ braucht endlich eine bundesweite Bildungsstrategie, die auf der Grundlage von pädagogischen Zielstellungen die Weiterentwicklung der Schule umfassend und langfristig finanziert.

Pressemeldung des Bundeselternrates vom 25.1.2017.

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